S3
Regalsystem
Klemens Grund
2017

Tecta S3

Die Geburtsstunde des neuen Regals S3 bei Tecta war eine Anfrage aus den Vatikanischen Museen. Klemens Grund, Designer, hatte sofort die Idee, ob der geografischen Entfernung und des bevorstehenden Transportes ein klares, additives System zu entwickeln.

»Ein hohes Maß an Klarheit und Struktur sind für mich Anspruch an ein gutes Regal. Ich habe das System im Raster mit Vertikalen und Horizontalen entwickelt«, erzählt er. »Das Holz sollte in der Horizontalen vorstehen, damit es dem Raum Ruhe verleiht.«

In Rom selbst faszinierte ihn der Eindruck von allgegenwärtigen in Travertinstein gearbeiteten Profilierungen. »Sie standen Pate für die Profilierung der Holzkante. Ich habe viele Studien zum Schattenspiel betrieben,« beschreibt der 35 Jahre alte Designer.

Inzwischen hat das Regal einen Spitznamen und wurde in der Familie »Papstregal« getauft. »Es ist ein Regal, das aus architektonischem, konstruktiven Denken entstand,« sagt der ausgebildete Tischlermeister und Designer, derunter anderem bei Peter Zumthor arbeitete.

In Länge und Höhe ist es unendlich erweiterbar. Die vertikalen runden Stutzen funktionieren nach dem architektonischen Prinzip der »eingespannten Säule« somit kann das Regal auf diagonale Aussteifungen verzichten.

Tecta S3 2
Tecta S3 Hamburg-2018 1
Tecta S3 Hamburg-2018 2
Tecta S3 Hamburg-2018 3

Material & Farbe

Massivholz und Stahl

Regalstreben:
schwarz pulverbeschichtet, verchromt, blau passiviert oder vermessingt

Regalböden:

MDF lackiert oder Eiche massiv geölt bzw. gebeizt

Maße (cm)

Grundmaße:

Regalbrett
100 (Breite)
30 (Tiefe)
Lichte Höhe
zwischen Regalbrettern:
33

Modul 1
3 Böden:
100 × 30 × 76
(B × T × H)

Modul 2
5 Böden:
100 × 30 × 148
(B × T × H)

Modul 3
7 Böden:
100 × 30 × 220
(B × T × H)




Zu Klemens Grund (*1982) ist Tischlermeister. Nach seiner Ausbildung studierte er Design. Im Anschluß arbeitete er bei Peter Zumthor. Das architektonisch-konstruktive Denken, welches die Kollektion von Tecta auszeichnet, findet sich in der Arbeit von Klemens Grund wieder.

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Fotos: Thomas Ternes