TECTA D5 Leder-Honig Tecta-Geflecht Sergius-Ruegenberg persp 1

D5

Ruegenberg-Sessel,
»TUGENDHAFTER« Sessel,
1986–2006




Geschichte

1986 wird Tecta im Rahmen der Recherchen zur Geschichte des hinterbeinlosen Kragstuhls auf Sergius Ruegenberg (1903–1996) aufmerksam und befragt diesen, der manches Detail zu Mies und Mart Stam ergänzen kann. Er zeigt schließlich Axel Bruchhäuser Zeichnungen zu einer Weiterentwicklung des Sessels für die Tugendhat-Villa, in denen das vernickelte Weißenhof-Gestell mit dem Lilly-Reich-Geflecht und der Barcelona-Polsterung in einem neuen Möbel Verbindung finden. Die Möbelmacher bei Tecta erkennen in diesem Entwurf eine eigenständige Fortführung der 20er-Jahre-Modelle und stellen ihn 2007, zehn Jahre nach dem Tod Ruegenbergs, als Kleinserienprodukt auf der Kölner Möbelmesse vor: Als seinerzeit von 

Ruegenberg so bezeichneten »tugendhaften Sessel«. Und wäre dieser in der Tugendhat-Villa zum Einsatz gekommen, dann hätte dem Kunsthistoriker Justus Bier, der 1931 fragte: »Kann man im Haus Tugendhat wohnen?« zumindest geantwortet werden können, dass man dort komfortobal sitzen kann, denn wie Ruegenberg einmal zu Tecta bemerkte: »Das Geheimnis des Sessels liegt in der Federung.«

Material & Farbe

Gestell:
Stahlrohr verchromt, TECTA-Geflecht

Sitzfläche:

Abgeheftete Sitz- und Rückenpolster

Maße (cm)

Breite: 65
Tiefe: 82
Höhe: 87
Sitzhöhe: 37