M38 | Andree Weißert

Trägt schwere Gedankenlasten und ist auch sonst ein echtes Arbeitstier.
Der neue Tisch von Andree Weißert: M38 mit geölter Faserzementplatte

Beton ist beliebt, aber schwer. Als Andree Weißert nach einem neuen Werkstoff für eine Tischplatte suchte, forschte er auf seinem Lieblingsspielplatz – dem Bau. Eternit – rough, neutral und leicht – war die Lösung. So entstand eine 10 Millimeter dünne Zementplatte. Unkompliziert, geölt und durch die Benutzung immer schöner. Der Rest ist Werkstatt pur: ein Stahlgestell, das mehr von der Arbeit erzählt als sein Habitus. Komplett geschweißt, nahtlos zusammengefügt. Ein Tisch, wie ihn ein Kind zeichnen würde – das macht ihn clever unkompliziert und absolut anpassungsfähig.

VK-Preis
180×80cm: 1490,–
240×80cm: 1690,–

Tecta Tisch M38 01
Tecta Tisch M38 02
Tecta Tisch M38 03

Zu Andree Weißert (*1975)

Andree Weißert, ausgebildeter Architekt und Zimmermann mit Affinität für Um- und Ausbauten, hat immer schon in Möbeln gedacht. Der Gedanke, in welchen Kontexten Menschen Möbel nutzen, inspirierte ihn auch zu weiteren Modellen: zum Beispiel den Tischen M36 und M36E, die Tecta in die Kollektion aufnahm. Konstruktive Ideen und neue Sichtweisen zu finden, spiegelt Weißerts Anspruch wider: »Dass Bauen und Entwerfen als etwas Schönes zelebriert wird. Als ein Miteinander von Menschen, die gemeinsam etwas Sinnvolles entstehen lassen.« Andree Weißert lebt in Berlin.

                                          

K8 | Wolfgang Hartauer

Der Gipfelstürmer: Hartauers Tisch K8 – Wolkenbügel fürs Wohnzimmer

Durch ein leichtes Antippen schwingt sich die Oberplatte zur Seite. Man erwartet förmlich ein Surren, doch die Bewegung folgt der Hand lautlos.

Wolfgang Hartauers Tische sind kleine Wunderwerke. Zylinder, wie Skulpturen, die Räumen Ausdruck verleihen. Vor ihrer Konstruktion stand die Suche nach einem passablen Couchtisch. Nichts Passendes gefunden? Hartauer machte aus dem Mangel eine Tugend und entwarf selbst. Der Ulmer, der in München Architektur studierte, schuf aus MDF Ringe, die sich nahtlos wie Jahreskreise eines Baumstammes aufeinander fügen. Dass der Tischfuß des größeren Möbels innen hohl bleiben würde, hatte für ihn einen schönen Zweitnutzen: Stauraum schaffen.

Dieser Tisch ist nicht nur ein Tisch. Die schwarz durchgefärbten MDF-Reifen liefern Struktur. Die Tischplatten, zur Seite auskragend und drehbar, schaffen Abstellflächen und geben den Blick ins Innere frei. »Alles was zum Vorschein kommt, soll schön sein,« ist Hartauer’s Credo. Das Innen überrascht: minutiös verarbeitet, die Bewegung möglich durch eine Spindel aus Edelstahl, die sich auf Gleitlagern lautlos drehen lässt. Perfekt wie ein Uhrwerk.

So wandeln sich Hartauers Tische zum Objekt, erinnern an die Wolkenbügel El Lissitzkys, an die minimalistischen Skulpturen Donald Judds und fügen sich nahtlos in die Tecta-Kollektion ein. Ein Zitat auf die Tecta-Kragstühle und Objekte, die Empfindungen auslösen: nach der Liebe zur Genauigkeit, Präzision und Einfachheit. »Etwas schaffen, das sich visuell nicht abnützt,« lautet Hartauers Anspruch. Das Ergebnis: architektonische Möbel, die miteinander korrespondieren und Raum-Bildung schaffen.

Information
Den Tisch K8 gibt es in zwei Größen: K8A/K8B

VK-Preise
Tisch K8A (Ø44 cm, Höhe 50cm, ohne Stauraum): ab 890,–
Tisch K8B (Ø55 cm, Höhe 40cm mit Stauraum, beidseitig nutzbar): ab 1090,–

Ausführungsvarianten
1. Korpus MDF schwarz, geölt. Tischoberflächen mit FENIX-Schichtstoff schwarz belegt
2. Korpus und Oberflächen decklackiert, wahlweise mit FENIX schwarz beschichtet

Tecta Tisch K8 01
Tecta Tisch K8 02

Zu Wolfgang Hartauer (*1971)

Der ausgebildete Tischler und studierte Architekt, der sich selbst als »Handarbeitsmensch« bezeichnet, machte sich 2014 mit seinem Designunternehmen Interior Things mit Sitz in Holzminden selbstständig. Der Rote Faden seiner Arbeit: Mit Leidenschaft und Präzision klares Design und Ordnung schaffen. So entstand auch sein System »Meterware«, ein Ablagesystem für Schreibtisch und Wand. Ganz nach Hartauers Anspruch entworfen: »nehm mich in die Hand und beweg mich!« Pulverbeschichtete Aluminiumschalen tragen edle Ablagen aus Holz oder Filz. Alles passt, nichts klemmt, ist spielerisch er- und befahrbar. Sinnlich, haptisch und exakt zugleich. Fragt man Hartauer was er in seinem nächsten Leben macht, kommt die Antwort spontan: Uhrmacher werden. Überraschend? Nicht wirklich, eher die logische Folge seiner Auffassung von Ästhetik und Ordnung, die bei ihm im besten Sinn zusammen passt.