Unikate mit Echo
Edition K
D4 von Kerstin Bruchhäuser

Wir kennen sie alle: das Ölbild vom Fischer mit der Pfeife, von der schönen Spanierin oder der lesenden Frau – sie lassen Zeitreisen entstehen. Erinnerungen an das Stammlokal unserer Großeltern, die Tanten im Hunsrück oder die Ferien im Sommerhaus. Denn irgendwo hingen die Gemälde immer – und gehören heute zum kollektiven Gedächtnis einer ganzen Generation.

Mit diesen tradierten Sichtweisen zu spielen, sie aufzubrechen, das reizt die Künstlerin Kerstin Bruchhäuser auch in ihrer Sonderedition für das Tecta Kragstuhlmuseum. Ob Spanierin, Fischer, ein Segelboot auf dem Bergsee – die bekannten Motive hat sie in Gobelin-Stickbildern wiedergefunden und daraus Bezüge für Marcel Breuers Klappsessel D4 entwickelt. Das Echo der Vergangenheit trifft auf die Stuhl-Ikone, das Spiel mit der Verwandlung von Bekanntem in Unbekanntes kann beginnen.

Kerstin Bruchhäuser hat fünf Sesselunikate mit Bezügen aus gepatchtem Gobelinstoff geschaffen. Sie verwandeln jeden Raum in eine private Sammlung. Mit ihrem textilen Farbspiel bildet die Sonderedition einen ausdrucksstarken Kontrast zu den vernickelten Stahlrohrgestellen des D4. Zugleich setzt sie die künstlerische Auseinandersetzung von Kerstin Bruchhäuser fort – das Erbe früherer Generationen in aktuelle Zusammenhänge zu stellen. Und dabei neue Verbindungen aufzuzeigen: Denn sind die Pixelwelten von heute und die Stickbilder von damals bei näherer Betrachtung so weit voneinander entfernt?

Generationen Vernissage
23. August 2024, 17 Uhr

Drei Generationen, drei Museumshallen, drei visionäre Projekte – Eine Idee von Generationen für Generationen – und über Generationen von Möbeln, Stühlen, Exponaten und Designern hinweg. Neben 15 bestehenden Arbeiten zeigt das Tecta Kragstuhlmuseum drei neue, raumfüllende Textilobjekte von Kerstin Bruchhäuser.

Wir freuen uns auf Sie und bitten für unsere Planung um eine verbindliche Anmeldung.

Kerstin Bruchhäuser

Kerstin Bruchhäuser setzt für ihre Arbeiten gebrauchte Textilien als Medium ein. Die von ihr verwendete antike Aussteuerware, wird dabei als Träger von Erinnerungen respektvoll wiederverwertet und in einen neuen Kontext überführt. In einer Serie von Installationen im Tecta Kragstuhlmuseum entstehen von 2024-2026 neue großformatige und dann auch wieder kleinteilige Arbeiten, die Herkunft, Fortbestand und Gegenwart im Kontext der Dauerausstellung beleuchten. Erfahren Sie mehr über die Arbeit von Kerstin Bruchhäuser auf ihrer Homepage.