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Sonderausstellung im Fagus Werk Alfeld
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Im Alfelder Fagus Werk wird mit einer Sonderausstellung der 90-jährige Geburtstag des BAUHAUSES gewürdigt. Dokumentiert wird die Leistung der bedeutenden Künstler, die in vielfältiger Form Design und Kunst sowie Architektur gestalteten.
Walter Gropius, der bereits 1911 in Alfeld mit dem Bau des Fagus-Werkes (Anwärterliste, UNESCO Welterbe) weltweit den ersten Schritt in das Zeitalter der Moderne vollzog, gründete 1919 das Bauhaus in Weimar. Hier konnten Mitarbeiter und Künstler ihre großartigen künstlerischen Leistungen umsetzen.
Im neugegründeten Bauhaus wurden Kunst und Handwerk intensiver zusammengebracht. Gropius Arbeitsmaxime für das BAUHAUS lautete „Kunst und Technik – eine neue Einheit“. Für eine solche „Einheitskunstschule“ gab es noch keine passende Bezeichnung, Gropius erfand deshalb 1919 das Wort BAUHAUS. Für Walter Gropius waren die Werkstätten das Herzstück der Bauhaus-Ausbildung. Nach dem ursprünglichen Konzept sollten die Studenten nach erfolgreicher Absolvierung einer Werkstatt den Zugang zur Architektur erhalten. Im Weimarer Bauhaus bestanden handwerkliche Bereiche u.a. für Glas, Keramik, Textil oder auch Wandmalerei. Als Lehrer konnte Gropius bedeutende Künstler wie Lyonel Feininger, Johannes Itten, Paul Klee, Wassely Kandinsky und Oscar Schlemmer für das Bauhaus gewinnen.
Nach Plänen von Walter Gropius entstand dann in Dessau in den Jahren 1925/1926 das Bauhaus-Gebäude in einem Stahlsklettbau mit Vorhangfassade, in ähnlicher Gestaltung wie er bereits 1911 das Fagus Werk plante und baute. Das Dessauer Bauhaus-Gebäude kann als idealer Ort einer avantgardistischen Elite genannt werden. Hier gab es Werkstätten und Ateliers für die Arbeit und somit auch für die Kunst.
Keine andere Kunstschule prägte Design und Architektur des 20. Jahrhunderts so wie das Bauhaus. Namhafte Möbelgestalter wir Marcel Breuer, Erich Brendel, Peter Keler und Walter Gropius gestalteten und entwickelten in den 20er Jahren eine neue Möbel-Generation. Das Unternehmen TECTA aus Lauenförde gilt als führender europäischer Möbelproduzent für Lizensbauten der klassischen Moderne: Werkgetreue Reeditionen der Bauhaus-Modelle. Diese werden von TECTA in Serie produziert und tragen das von Oskar Schlemmer 1922 am Staatlichen Bauhaus Weimar entworfene Bauhaus-Signet.
Darüber hinaus beschreitet der Möbelhersteller neue Wege in der Weiterentwicklung und Perfektionierung der Bauhaus-Modelle. Im Einklang mit dem Geist der internationalen Avantgarde der 1920er Jahre und dem 21sten Jahrhundert: innovativ, funktional, zeitlos, schön.
In dieser Sonderausstellung im Fagus-Werk präsentiert TECTA aus Lauenförde aktuelle Modelle aus der eigenen Produktion. Es sind jedoch nicht nur diese interessanten Exponate, die Besucher sehen und besichtigen können. An den verschiedensten Positionen in der Fagus-Gropius-Ausstellung und im Werk findet man hochwertige Original-Möbel, die in den Bauhaus-Werkstätten in den 20er Jahren für das Fagus-Werk hergestellt wurden. Mit dieser Ausstellung zeigt die Fagus-GreCon Ausstellungsleitung in Zusammenarbeit mit dem BAUHAUS-ARCHIV-BERLIN die interessanten Bauhaus-Themen an einem Standort, wie er passender nicht sein kann.
Die Sonderausstellung im Fagus-Werk ist vom 11.09.2009 bis 31.10.2009 zu besichtigen. Öffnungszeiten: werktags und sonntags 10-16 Uhr, samstags 10-13 Uhr
Kontakt: Fagus-GreCon Karl Schünemann Hannoversche Straße 58 31061 Alfeld Tel. 05181 / 79288
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